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Neue Handreichung aus dem Ministerium in Kiel:

Artenreiche Grünflächen, Handreichung zur Anlage und Pflege artenreicher Grünflächen an Straßen,  Wegen und Plätzen 

Dazu ist gerade eine Stellungnahme der AG Geobotanik in SH & HH erschienen. Interessant sind hierin die kritischen Anmerkungen zu Neuansaaten und die Hinweise auf Chancen der Spontanvegetation. 

zur Stellungnahme

Vom Kurzschnitt-Rasen

... zur Blumenwiese

Die Saatgutmischung besteht aus heimischen Wildpflanzen und muss regional erzeugt sein. 

Ein wichtiger Artikel zur Frage der richtigen Saatgutmischung und den Problemen unbedachter Pflanzenauswahl: Insektenrettung aus der Samentüte?  

oder

...zum Blühstreifen

Der Streifen wird für mehrere Jahre angelegt, damit die Insekten, die hier angelockt und in ihrem Bestand geschützt werden sollen, sich auch vermehren und überwintern können.

Sehr fachkundige Informationen zu Wildpflanzen gibt es hier:  Wildpflanzenakademie Schleswig-Hostein

oder

...zum Wildstaudenbeet

Der Verein Naturgarten e.V. unterstützt und stellt umfangreiche Informationen auf der Webseite zur Verfügung

Gärtnerei Gaißmayer Auch hier gibt es sehr gute Anleitungen zur Anlage eines Wildstaudenbeetes  

 

Erster Schritt: Immer zuerst eine Bestandsaufnahme machen. 

Meist befindet sich schon eine große Menge an Wildstauden in der Fläche ( Schafgarbe, Gänseblümchen, Storchschnabel,....), die durch geeignete Maßnahmen unterstützt und ergänzt werden können.  Auch Schlehen und Brombeeren sind wichtig für Laubfrösche, Schmetterlinge und viele mehr. Welche Gräser sind vorhanden? Schwachwüchsige Gräser wie Gatthafer gehören in eine Wiese, nicht aber die neueren Futter- und Rasengräser.  Oder gibt es bodenbrütende Insekten, die nicht gestört werden sollten, wie Grabwespen oder Sandbienen? Darauf sollte bei der Planung unbedingt Rücksicht genommen werden. Nicht gleich alles aufreißen! Wir brauchen die Natur - umgekehrt ist dieser Satz nicht immer richtig, auch wenn wir es gut meinen.    

Zweiter Schritt: Umwandlung 

Nach unseren Erfahrungen gibt es vier Hauptmethoden, um eine bestehende Grünfläche mit Wildpflanzen zu bereichern und in eine Blühfläche umzuwandeln.      

Zwischensetzen

 

erste Variante: umbruchlose Ansaat

Hier wird maschinell die Fläche gelockert und die bestehende Narbe durchlöchert. Die Einsaat in die Lücken führt im ersten Jahr zum Erfolg, danach können sich Gräser immer wieder durchsetzen, wenn nicht entsprechend gepflegt wird.

Umbruchlose Einsaat

zweite Variante: umbruchlose Pflanzung

In einer bestehenden vielversprechenden Fläche werden gezielt Pflanzlöcher für  mehrjährige konkurrenzstarke Wildstauden bestimmt, angelegt und bepflanzt.

Darüber weiß Susanne Münster Bescheid:  bitte nachfragen unter info@dorf-gruen.de

 

dritte Variante:

Inseln schaffen

Größere Flächen werden ausgehoben und je nach Bedarf mit Substrat aufgefüllt. Die Bordsteinkante oder eine Umrandung aus Naturmaterialien verhindet das erneute Eindringen von Gras usw.

Damit wurden sehr gute  Erfahrungen gemacht!

Bei der Gestaltung muss die spätere Pflege berücksichtigt werden: Jäten per Hand in den Beeten sollte genauso möglich sein wie Maschinenarbeiten um die Beete herum.

  


Hier gibt es genauere Informationen zu dieser Methode

Abtragen 

Die Fläche wird vollflächig am besten per Hand oder maschinell abgetragen. Diese Methode ist am sichersten.

Als Substrat wird entweder zertifizierter Kompost oder grober ungewaschener Wegekies auftragen  (weil wildkrautfrei).

Hier hinein können Wildstauden gepflanzt werden oder Saatgut aus regionaler Herkunft von mehrjährigen heimischen Wildkräutern ausgebracht werden.

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Mit dieser Methode wurden sehr gute Erfolge erzielt! 


Hier gibt es genauere Informationen zu dieser Methode

agrartechnisch

Pflügen und Grubbern

Diese Methode eignet sich für größere Randstreifen oder Agrarflächen. Wichtig ist, dass die Flächen über mehrere Vegatationsperioden stehen bleiben können, damit auch die Überwinterung von Insekten in den Stängeln und Wurzeln möchlich ist!  Die Blütenpracht im Sommer hilft den Insekten nur kurz. Und dann?


Hier gibt es genauere Informationen zu dieser Methode

Dritter  Schritt: Pflege 

richtiges Mähen

Entscheidend sind die Termine und das richtige Gerät.

Beispiel Haarer Modell Es werden zwei bis 4 Termine empfohlen - je nach Standort und Witterung. 

Auch im Herbst müssen genügend Stängel und Wurzeln stehen bleiben, um Insekten eine Überwinterungsmöglichkeit zu bieten.

Mähen nur mit einem Balkenmäher ( evtl. auch mit einem Kreiselmäher bei sehr hohem Bewuchs), Abtragen des Mähgutes und kein Mulchen.  


richtiges Hinsehen

Durch genaue Pflanzenkenntnis wird die Pflege der Beete und Blühflächen erleichtert. Manchmal muss auch was raus.

Anleitung vom Naturgarten-Experten Reinhard Witt