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Nusse

Die Gemeinde Nusse hat in Ihrem entwicklungsstrategischen Leitbild die Nachhaltigkeit als ein Kernziel festgelegt. Seit 2018 kümmert sich der Ausschuss „Wirtschaft, Umwelt und Zukunft“ der Gemeindevertretung um Projekte zur Umsetzung dieses Ziels. Dazu gehört ganz wesentlich die Schaffung und Verbesserung von Lebensräumen zum Schutz und der Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenvielfalt. Eine Begehung des Ortes ergab ein großes Potenzial für einzurichtende naturnahe Blüh- und Biodiversitätsflächen, z.B. entlang von Wanderwegen und Grünstreifen von Straßenrändern, auf gemeindeeigenen Brachflächen, Spielplätzen und einer vorhandenen Streuobstwiese. Mit Hilfe des Arbeitskreises DorfGrün und mit finanzieller Unterstützung der AktivRegion Herzogtum Lauenburg Nord sind im November 2019 zwei Wildstaudenbeete am Wanderweg „Wiesengrund“ entstanden. Sie dienen als Pilot- und Modellflächen, um einerseits Erfahrungen mit naturnah gestalteten Pflanzanlagen zu sammeln und andererseits Bürger dazu anzuregen, in ihren eigenen Gärten derartigen Flächen anzulegen. Ziel ist es, den Anteil von Blühflächen im Ort deutlich zu erhöhen. Als nächste Vorhaben in diesem Sinne wird sich der Gemeindeausschuss mit dem Ausbau der genannten Streuobstwiese hinter der Heierwiese und der Umgestaltung von Grünstreifen entlang der Hauptstraße befassen.

Die nächsten Termine im

Wildstaudenbeet 1 am Wiesengrundweg

Wildstaudenbeet 2 am Wiesengrundweg

Projekt-Beschreibung

An dem Wanderweg „Wiesengrund“, der entlang der Steinau im Ort Nusse die Straße Klingenberg mit der Pantener Straße verbindet, sollten zwei Sitzplatzbereiche durch die Anlage von Wildpflanzenbeeten auf bisherigen Rasenflächen aufgewertet werden. Zur optischen Belebung und Förderung von Bienen und anderen Insekten wurde an einer eher schattig und an einer sonnig gelegenen Stelle je eine Fläche von ca. 10 m2 bzw. 14 m2 mit entsprechend ausgewählten Wildstauden bepflanzt. Dazu schob der Gemeindemitarbeiter für jedes Beet zunächst den oberen Bewuchs in einer Schichtdicke von 10 cm ab und füllte die entstandenen Mulden mit Wegekies. Zwischen den Beeten und den vorhandenen Weidezäunen blieb eine schmale Rasenmäherspur frei, um das Hinüberwachsen von Winde durch gelegentliche Mahd zu verhindern....In den Wegekies setzten Mitglieder der Nusser Gemeindeausschüsse für Wirtschaft, Umwelt und Zukunft und für Bau und Wege zusammen mit Mitgliedern des Arbeitskreises DorfGrün der Stecknitz-Region in einer gemeinsamen Pflanzaktion ca. 120 Stauden unterschiedlicher Arten. Dabei leitete sie die Landschaftsplanerin Frau Dr. Heinke Marxen-Drewes, die auch die Pflanzenauswahl getroffen hatte, fachkundig an. In den Beeten wachsen nun Nesselglockenblume, Nachtviole, Wasserdost, Wald-Frauenfarn, Mädesüß, Blutweiderich, kriechender Günsel, stengellose Schlüsselblume, Goldanemone und hohler Lerchensporn. Mit einer Ausrichtung auf blau-lila, rosa, weiß und gelb und unterschiedlichen Höhen und Blühzeiten werden diese mehrjährigen Pflanzen dem Wanderweg von Anfang März bis Ende September zwei farbenfrohe Hingucker verleihen.